Man riecht es nicht, man schmeckt es nicht, man sieht es nicht. Am 03.09.2026 beteiligten wir uns mit acht Kameraden und zwei CBRN (Chemisch Biologisch Radiologisch Nuklear)-Messfahrzeugen an einer behördenübergreifenden Übung des Helmholtz-Zentrums in Berlin-Wannsee. Trainiert haben wir den Umgang mit unseren radiologischen Messsystemen. Nach einem kurzen Theorieblock inklusive Strahlenschutzunterweisung gab einen intensiven Praxisteil. An vier Stationen mussten verschiedene Aufgaben bewältigt werden: An der ersten Station wurde ein Verkehrsunfall simuliert. Hier musste kontinuierlich die Dosisleistung gemessen und eine Menschenrettung durchgeführt werden. Der verletzte Fahrer musste dekontaminiert und Rücksprache mit dem Rettungsdienst gehalten werden, um die weitere Behandlung und den Patiententransport vorzubereiten (Stichwort: Vermeidung einer Kontaminationsverschleppung). Ferner war ein beim Verkehrsunfall beschädigtes Behältnis zu sichern und eine ausgetretene Flüssigkeit auf das Vorliegen einer Kontamination zu überprüfen. An der zweiten Station mussten wir mit unserer Messgeräten versteckte Strahlungsquellen finden und beurteilen, ob es sich um einen Alpha- Beta-, Gamma- oder Neutronenstrahler handelt. Anschließend wurde die Abschirmung eines Neutronenstrahlers durch verschiedene Materialien demonstriert. An der dritten Station wurde eine offene Strahlungsquelle auf einer Wiese aufgefunden: Ausgehend von der Messung der Dosisleistung musste die Absperrgrenze festgelegt und die Bergung der Strahlungsquelle durch die kerntechnische Hilfsdienst GmbH (KHG) organisiert werden. Nach der Bergung der Strahlungsquelle war zudem eine etwaige Kontamination des Bodens zu überprüfen. An der letzten Station mussten radioaktive Quellen in einem Schrotthaufen gefunden werden. Besonders wichtig war es hier, vorsichtig zu arbeiten, um den Schutzanzug nicht zu beschädigen. Zudem musste an dieser Station besonders darauf geachtet werden, eine Kontaminationsverschleppung beim Verlassen der Einsatzstelle auszuschießen. Fazit Ein spannender und lehrreicher Tag! Wann bekommt man schon die Gelegenheit mit echten, „potenten“ Strahlungsquellen zu üben? Die Aufgaben an den vier Stationen haben wir erfolgreich bewältigt. Hervorzuheben ist auch die Möglichkeit, Messtechnik anderer Organisation auszuprobieren. So konnten wir Teleskopsonden der KHG und Messgeräte der ATF einsetzen, welche uns auf unseren CBRN-Messfahrzeugen nicht zur Verfügung stehen. Es wurden jedoch auch Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert, die wir nun angegangen werden: Ein regelmäßiger Umgang mit den (radiologischen) Messsystemen des CBRN-Erkunders ist wichtig, um die Messtechnik sicher bedienen zu können. Ein herzliches Dankeschön gebührt der Berliner Feuerwehr und dem Helmholtz-Zentrum Berlin, welche uns die Teilnahme an dieser Übung ermöglicht haben. Wir kommen gerne wieder! |